Die größten Schwierigkeiten liegen da, wo wir sie suchen.

Weihnachten, die Zeit der vorgeheuchelten Sympathie

Hey Bloggerianer, ich gebe es zu. Es ist Weihnachten und ich hasse es. Ich liege in Unterwäsche im Bett und will diesen Tag nicht beginnen. Ich muss Heiligabend, also HEUTE ABEND bei meiner Muter verbringen. So wie ich die letzten vier Tage und die nächsten 12 Tage hier herum gebracht habe und herumbringen muss. Meine einzige Rettung sind meine Kippen(scheiße..). Obwohl ich weiß, das zwei Zigaretten 40 Minuten Lebenszeit kosten. Andererseits, wieso ein langes Leben, wenn es nur scheiße ist..? Wie es dazu kam & wieso ich es hier abscheulich finde? Eine kurze Zusammenfassung meiner Kindheit und Jugend: Vergewaltigung (psychisch+seelisch), Verwahrlosung, sie hatte Spaß meine Schwester und mich zu quälen, sie liebte den Anblick eines verzweifelten, nackten Kindes dass im Winter auf dem eingeschneiten Balkon stand und mit blauen Knien und Lippen und eingefrorenen Händen an die verschlossene Glastür hämmert. Sie liebte es die Macht zu haben und wehe ihr entgleitete sie...Jugendamt etc. keine Hilfe. Das ist das Schlimmste. Das Jugendamt, dass für mich zuständig ist, rührte keinen Finger. Sie wollten nicht glauben, was meine Schwester und ich ihnen erzählten. Wir sahen eben nicht aus wie verwahrloste, misshandelte Kinder. Früher als wir kleiner waren, schon. Aber da dachte alle einfach nur, wir hätten eben nicht viel Geld..und eigentlich sind Menschen genau so: Sie übersehen das offensichtliche, mit Absicht. Keiner hat uns damals geholfen. Wir waren eben nicht die süßen, kleinen Zwillinge, denen man liebend gern hilft...Das ist unsere Gesellschaft. Denkt mal darüber nach & schreibt mir in die Kommentare was ihr von unserer und von uns als Gesellschaft erwartet und wie sie eurer Meinung nach handelt...Natürlich kommt es auch ein bisschen auf die Gesellschaftsschicht an, aber ehrlich..ich glaube die Menschen sind alle gleich. Wie auch immer. Menschen sind biologisch her einfach so. Sie wollen das Beste für sich. Sind egoistisch, weil das Überleben einfacher macht. Jetzt bin ich auf jeden Fall wieder bei meiner Mutter gelandet. Für 3 Jahre habe ich bei meinen Großeltern gelebt. Meine Oma war überfordert. Tod ihrer Mutter, Geschwisterstreit, arbeitsloser Mann, Arbeit und dann noch ein Teenager...sie hat mich rausgeworfen. Der Grund ist Überforderung. Ich war eine Maschine die nahezu fehlerfrei arbeitete, sie war eine Perfektionistin, das war wichtig. Anpassung sichert Überleben. War schon immer so. Aber ich bin keine Maschine. Ich bin ein Mensch. Ein Wrack zwar, aber ein Mensch. Menschen machen Fehler, die Natur macht Fehler, gäbe es keine Fehler, gebe es den Menschen als intelligentes denkendes Wesen nicht..aber das ist eine andere Geschichte. Auf jeden Fall schmiss sie mich raus. Das war vor rund 2 Wochen. Ich wohnte bei Freunden, aber über Weihnachten kann ich das mit mir moralisch nicht vereinbaren. Ich hab auch eine Zeit lang bei meiner Schwester im Internat gewohnt. Über Weihnachten und generell geht das nicht, weil meine Schwester ihren Platz, ihr "Revier" braucht..lassen wir das so stehen. Ich verstehe sie schon, doch was bedeute ich ihr dem Urteil ihrerseits zu folge? Ich hab in der Zeit ziemlich an Gewicht verloren. Meine fetten Beine wurden schön dünn etc. Ich will es hier nicht ausführen. Das war der Stress. Gewicht verlieren ist wunderschön für mich aber ich weiß: GEFÄHRLICH. Aber ich mag das Gefährliche und hasse das Besinnliche. Um zurück auf Anfang. zu kommen...Falsche, vorgeheuchelte Sympathie werden heute Abend wie schon die letzten Tage meine Sinne überfluten, mich ertrinken lassen in anschwellendem Selbsthass..Geschenke im letzten Augenblick gekauft, pretenden, sie schon seit Wochen für diesen Abend versteckt zu haben...Ich werde aus allem was mir widerfährt, lernen. Ob es Gut ist oder schlecht. Ich werde es überstehen. Ich werde mich anpassen. Weil ich es muss. Um zu überleben. Ich bin auf meinem Gymnasium ziemlich abgerutscht, noten mäßig. Ich war mit allem und zu oberst, mit mir selbst überfordert. Was mache ich immer falsch, dass ich nirgends ein Zuhause finde. Bin ich es, sind es andere? Analysieren wird nichts bringen. Menschen sind unabänderlich. Immer so wie sie heute sind und gestern waren. Der Schein eines besseren Menschen kann blenden, aber ein Mensch wir in seiner frühsten Kindheit geprägt. Charaktereigenschaften verändern sich, ja werden neu entdeckt und andere vergraben. Aber das Gute oder das Böse ist in unterschiedlichen Dosen in einer Person vorhanden...aber der Mensch ist wie der Mond. Er hat eine dunkle Seite, die er niemandem zeigt.(zitiert)

24.12.14 11:33

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